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Grund zu Freude: Marie-Helen Lüchinger zeigt den Physiobus für die Ukraine.

Ein mobiler Kindergarten
als Zeichen der Hoffnung

Bericht von Alexander Lüchinger

An unserer Mitgliederversammlung von Ende März 26 konnten wir zeigen, wie unser erster mobiler Kindergarten entstanden ist: Aus einem ausgemusterten Linienbus wurde mit viel Engagement, Kreativität und Freiwilligenarbeit ein Ort der Hoffnung für Kinder in der Ukraine. Dieser Bus ist in der Region Kherson im Einsatz – in Gebieten, die durch die Zerstörungen des russischen Aggressors sehr stark verwüstet wurden. Dort ermöglicht der Bus Kindern wieder einen geschützten Zugang zu Kindergartenunterricht, zu Spiel, Gemeinschaft und einem Stück Normalität.

Besonders berührend waren die Bilder und Rückmeldungen aus der Ukraine: die Freude der Kinder, die Dankbarkeit der Eltern und die Wertschätzung unserer lokalen Partner. Für viele Kinder ist der Bus weit mehr als ein Fahrzeug – er ist ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.

Gleichzeitig wurde uns bewusst, welche Wirkung dieses Projekt auch in der Schweiz entfaltet hat. Die Berichterstattung in den Medien, unter anderem durch das Schweizer Fernsehen, hat den Bekanntheitsgrad von Swiss for Ukraine stark erhöht. Viele Menschen wurden erstmals auf unsere Arbeit aufmerksam. Daraus entstanden zahlreiche neue Kontakte, Mitgliedschaften und grosszügige Spenden, die weitere Projekte überhaupt erst möglich machen.

 

Diese Unterstützung wollen wir nun voller Tatendrang nutzen. Wir arbeiten daran, weitere Busse umzubauen – zu mobilen Kindergärten, Arztpraxen, Physiotherapiepraxen oder sogar mobilen Suppenküchen für besonders betroffene Regionen.

 

Den ersten Bus erhielten wir als grosszügige Schenkung der Verkehrsbetriebe St. Gallen. Nun sind wir auf der Suche nach weiteren Fahrzeugen. Dies gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet: Die Umstellung der Schweizer Verkehrsbetriebe von Diesel- auf Batteriebusse verläuft aus technischen und infrastrukturellen Gründen langsamer als ursprünglich geplant. Dadurch werden weniger Dieselbusse frei – oder erst deutlich später.

Dennoch haben wir bereits drei interessante Fahrzeuge gefunden. Dabei prüfen wir sorgfältig gemeinsam mit Fachleuten, ob sich eine Investition lohnt und ob die Busse technisch in einem Zustand sind, der einen zuverlässigen Einsatz über mehrere Jahre ermöglicht.

 

Besonders freuen wir uns, dass wir bereits einen sehr guten kleineren Bus vom Reiseunternehmen Müller Erlenbach zu einem attraktiven Preis erwerben konnten. Gemeinsam mit unserem Partner Mobilephysio.ch bauen wir daraus eine mobile Physiopraxis für Patienten in Frontnähe. Sobald das Projekt realisiert ist, werden wir Ihnen dieses gerne näher vorstellen.

 

Einen zweiten Bus, 12m lang, können wir zu einem guten Preis kaufen, daraus wird die mobile Arztpraxis entstehen.

Und – welches Gück – wir bekommen einen weiteren 18 m Bus von einer Schweizer Stadt geschenkt. Wir werden ihn wiederum in einen Kindergarten ausbauen. Dieser Bus wird aller Voraussicht nach im Hinterland von Odessa eingesetzt werden.

 

Wir werden selbstverständlich detaillierter über den Fortgang dieser Projekte berichten.

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