Zwei Ambulanzen erreichen sicher ihr Ziel in der Ukraine
Zwei Rettungswagen von Swiss for Ukraine sind im Juni wohlbehalten in der Ukraine angekommen.
Die grössere Ambulanz konnte im Wallis erworben werden, die kleinere in Polen. Beide Fahrzeuge sind mittlerweile in einem ländlichen, frontnahen Gebiet im Einsatz und übernehmen dort eine zentrale Aufgabe in der medizinischen Grundversorgung.
Die Region, in der die Ambulanzen nun stationiert sind, umfasst rund 17'000 Einwohnerinnen und Einwohner, verteilt auf 70 kleine Dörfer. Für viele dieser Gemeinden bedeutet der Zugang zu einem funktionsfähigen Rettungswagen den Unterschied zwischen rechtzeitiger medizinischer Versorgung und lebensbedrohlicher Verzögerung – gerade in einer Gegend, in der die Infrastruktur durch den Krieg stark beeinträchtigt ist.
Die Überführung der Fahrzeuge in die Ukraine war keine einfache Aufgabe. Möglich gemacht hat sie ein engagiertes Fahrer-Team, das die Ambulanzen über weite Strecken und durch anspruchsvolles Terrain sicher an ihr Ziel brachte.

Eine Ambulanz für die Region Poltawa – wie gute Zusammenarbeit Grosses bewirkt
Eine Ambulanz für die Region Poltawa – wie gute Zusammenarbeit Grosses bewirkt
Manchmal entsteht Gutes ganz unerwartet, wenn die richtigen Menschen zur richtigen Zeit zusammenfinden. So auch bei diesem Projekt.
Unser Mitglied Jürg Krebs entdeckte auf einer Occasionsplattform eine gebrauchte Ambulanz zum Verkauf – in Naters im Wallis. Unser Präsident Alexander Lüchinger wandte sich daraufhin an Marco Zerzuben, dessen Walliser Reiseunternehmen Swiss for Ukraine bereits mehrfach kostenlos Bustransporte in die Ukraine organisiert hat, mit der Bitte, das Fahrzeug vor Ort zu besichtigen.
Bei der Besichtigung stellte sich heraus, dass der Besitzer der Ambulanz der Cousin von Marco Zerzuben ist. Dank dieser besonderen Walliser Verbindung konnte der Kaufpreis auf die Hälfte reduziert werden.
Das Fahrzeug selbst ist in ausgezeichnetem Zustand und wurde über die Jahre hervorragend gepflegt. Für den Einsatz vor Ort muss es noch mit einer geeigneten, herausnehmbaren Bahre sowie einem mobilen Sauerstoffgerät ausgerüstet werden – alles weitere medizinische Material ist beim Empfängerspital bereits vorhanden.
Unterstützung bei der Zusammenstellung der Ausrüstung erhalten wir vom Verein JV Rescue aus dem Tessin, einem Team aus Berufsrettungssanitäterinnen und -sanitätern, das selbst humanitäre Hilfe in der Ukraine leistet. Der Kontakt kam über Instagram zustande – ein schönes Beispiel dafür, wie unsere Community wächst und Kräfte bündelt.
Geplante Abfahrt ist Mitte Mai – Ziel ist die Region Poltawa.
Herzlichen Dank an alle Beteiligten für dieses beeindruckende Engagement!
