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Schweizer Bus wird zum mobilen Kindergarten in der Ukraine

Swiss for Ukraine hat einen ehemaligen Linien- und Eventbus der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) zu einem mobilen Kindergarten umgebaut – mit der tatkräftigen Hilfe von vielen Ukrainerinnen und Ukrainern in der Schweiz.
Das Schweizer Pionierprojekt soll Kindern in der Ukraine den Zugang zu Bildung und unbeschwertem Spiel ermöglichen. In den befreiten Gebieten ist das derzeit kaum möglich, weil die meisten Schulen und Kindergärten zerstört wurden. Alexander Lüchinger, Präsident der Hilfsorganisation „Swiss for Ukraine“: „Wenn Kinder nicht in den Kindergarten können, kommt der Kindergarten zu ihnen – das ist die Idee hinter dem Kindergartenbus, die dank der grosszügigen Spende der VBSG Realität wird.“
Der mobile Kindergarten wird am 18. November 2025 die Schweiz verlassen und am 21. November 2025 in der Ukraine offiziell übergeben. Überführt wird er von zwei freiwilligen Fahrern des Reiseunternehmens Zerzuben. Aus Sicherheitsgründen werden der genaue Zielort und die beteiligten ukrainischen Gemeinden nicht bekanntgegeben.

Hintergrund und Zielsetzung

Im Rahmen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wurden mehrere Regionen erst besetzt und später wieder befreit. Diese befreiten Regionen wurden von den Russen massiv zerstört: über 80 % der Kindergärten und Schulen sind kaum zu benutzten.
Hier setzt der mobile Kindergarten von Swiss for Ukraine an: er bietet für Kinder - im Hinterland leben 500 kleine Kinder - eine temporäre, sichere und kindgerechte Umgebung, in der pädagogische Fachleute Kinder im Vorschulalter betreuen und unterrichten können.
Für zahlreiche Familien, die während der russischen Besatzung Anfang 2022 fliehen mussten, ist die fehlende Bildungsinfrastruktur ein entscheidendes Hindernis für ihre Rückkehr in die Heimat. Wenn Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder wieder in eine Schule oder einen Kindergarten zu schicken, steigt die Bereitschaft, dauerhaft zurückzukehren – ein zentraler Schritt zur Wiederbelebung dieser Regionen und zur Milderung des Flüchtlingselends.

Ausstattung und Konzept

Der Bus der Verkehrsbetriebe St. Gallen wurde vollständig umgebaut und liebevoll ausgestattet: Er besitzt eine Heizung, Küche und Hygieneausstattung. Er hat Strom und Licht, einen isolierten Innenraum, ausserdem: selbstgebaute Tische, Schränke und Stühle, ist ausgestattet mit Materialien zum Malen, Basteln, Spielen und Lernen (teils vom Spielwarengeschäft Pastorini geschenkt). Und er lässt sich flexibel auch für Eltern-Kind-Treffen oder psychologische Betreuung nutzen.
Der mobile Kindergarten ist nicht für den Transport von Kindern bestimmt, er dient als stationärer Lern- und Spielraum, der nach wenigen Tagen zum nächsten Ort weiterfährt. So zirkuliert er fortlaufend von Dorf zu Dorf und wieder zurück, um möglichst vielen Kindern den Zugang zu gemeinsamer Bildung, Spiel und Freude zu ermöglichen.
Alexander Lüchinger, Präsident von Swiss for Ukraine: „Bildung und Kindheit muss es auch unter schwierigsten Bedingungen geben.“
Mobile Kindergärten sind in der Ukraine bereits im Einsatz. Der umgebaute Bus der St. Galler Verkehrsbetriebe ist ein Schweizer Pionierprojekt von Swiss for Ukraine, weitere Busse sollen folgen.
Viele ukrainische Freiwillige und Kinder aus dem Sonnenhof in Küsnacht (Unterkunft für kranke ukrainische Geflüchtete) haben beim Umbau des Busses mitgeholfen. Sie haben den Innenraum gestaltet und den Bus aussen bunt verziert. Der mobile Kindergarten soll von weitem sichtbar ein Ort der Hoffnung auf vier Rädern sein. Er steht für Zusammenhalt, Wiederaufbau und Menschlichkeit.

Siehe auch diverse Medienberichte über dieses Projekt.

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